Einen Einblick in alle Instrumentenbereiche hat die Musikschule Uhldingen-Mühlhofen beim Sommerpodium in der Aula der Lichtenbergschule gegeben. Alle größeren Ensembles der kommunalen Einrichtung wie der Flötenkreis, die Jugendkapelle und das Streichorchester waren bei dem Konzert zu hören, das von einzelnen besonderen solistischen Beiträgen und kleinen Kammermusikbesetzungen umrahmt wurde. Den kräftigen Applaus, den es für den nuancenreichen Ohrenschmaus gab, konnten die vielen jungen Mitwirkenden als Lohn für die wochenlange Probenarbeit werten. „Ein Dank an alle Schülerinnen und Schüler, die heute so mutig aufgetreten sind und so wunderbar musiziert haben“, fasste es Martina Hartmann zusammen, die durch das Programm führte.

Die wohl bekanntesten Melodien des Abends war zu Beginn und zum Schluss zu hören: Das Streichorchester und der Flötenkreis gaben das Allegro von Wolfgang Amadeus Mozarts „Eine kleine Nachtmusik“ zum Besten, während sich das Jugendblasorchester unter Leitung von Matthias Schubert mit „auf der Vogelwiese“ eine der weltweit bekanntesten Polkas ausgesucht hatte. Zwischendurch stellten die Solisten unter Beweis, dass sie ihre Instrumente beherrschen. Ohne die Leistung der anderen Solisten schmälern zu wollen, stach das Querflötenspiel von Lisa Hafen ein wenig heraus: Was die 18-jährige Meersburgerin ihrem Instrument zum Concertino für Flöte und Klavier op. 107 von Cécile Chaminade entlockte, rief bei dem ein oder anderen Konzertbesucher ungläubiges Kopfschütteln hervor. „Unglaublich“, fasste es eine Zuhörerin zusammen.

Schon seit längerem bietet die 1990 gegründete Musikschule zum Abschluss des Schuljahrs mit dem Sommerpodium eine Möglichkeit, sich einen Eindruck vom Können der Nachwuchsmusiker zu verschaffen. „Der Anreiz zu üben, ein Stück zur momentan bestmöglichen Ausgestaltung zu bringen, wird durch die Möglichkeit, es vor eventuell vielen, auch fremden Zuhörern zu spielen, erheblich gesteigert“, erläuterte Matthais Schubert gegenüber dem SÜDKURIER: An der Uhldinger Musikschule gibt es ihm zufolge mehrere Arten von Vorspielen. Zum einen richten die meisten Lehrer ein bis zwei Mal pro Jahr Klassenvorspiele aus, wo die Schüler ihren Leistungsstand zeigen können. Für die Orchester gibt es „Event–Auftritte“ wie beim Fassanstich beim Hafenfest oder den Seniorenweihnachtsfeiern der Gemeinde. Bei kleineren Ereignissen wie Vernissagen, aber auch beim Neujahrsempfang der Gemeinde kommen eher kleinere Ensembles zum Zug: Duos und Trios in unterschiedlichen Besetzungen (Querflöten, Klarinetten, Gitarren, aber auch Saxofon und Marimbafon). „Neben dem Anreiz für die Schüler, sich maximal vorzubereiten, dient dieses Vorspiel natürlich zugleich als eine Art Leistungsnachweis für den Lehrer, zeigt er doch, wohin der Weg eines musikalisch begabten, aber eben auch fleißigen Schülers gehen kann“, erläuterte Schubert.

Solisten

  • Kimberley Heidemann (Blockflöte), Marvin Heidemann (Gitarre): „Cuesta Abajo“ von Carlos Gardel
  • Leopold Stärk (Cello): Rondo Vivace des Concertino Nr. 1 von Julius Klengel
  • Tim Lingk (Klavier): Walzer A-Dur von Carl Maria von Weber
  • Bastian Annen (Gitarre): Prélude Nr. 1 von Heitor Villa-Lobos
  • Naemi Schmehl (Violine): Allegro non troppo des Violinkonzerts op. 13 von Friedrich Seitz
  • Amelie Jürgens (Horn): Sonate Nr. 4 für Horn und Klavier, c-Moll von Johann Christoph Pepusch
  • Patrick Campanini (Marimbaphon): Marimba Flamenca von Alice Gomez
  • Lisa Hafen (Querflöte): Concertino für Flöte und Klavier op. 107 von Cécile Chaminade
  • Leo Büchel (Klavier): „Hurt“ von Christina Aguilera
  • Amelie Jürgens, Moritz Hack (Horn), Linus Großhardt (Posaune): „Guantanamera"
  • Julian Jürgens, Maja Müllauer, Timo Roth, Jakob Hirt (Trompete), Linus Großhardt (Posaune): „Down By The Riverside“

Quelle: https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/uhldingen-muehlhofen/Sommerpodium-der-Musikschule;art372496,9356292